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Januar 2022

FokusOst
Was für den Osten wichtig ist und wird.

Guten Morgen,,
wir wünschen Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr. 2022 beginnt in Berlin direkt mit einem neuen Senat, der kurz vor Weihnachten seine Arbeit aufgenommen hat. Auch die Bundesregierung arbeitet nun an ihren Prioritäten. Zunächst bestimmt aber weiterhin die Gesundheitspolitik die Agenda. Um den, auch durch die Pandemie bedingten, Lieferengpässen etwa in der Mikroelektronik entgegenzuwirken, plant das Wirtschaftsministerium zusammen mit Partnern aus der EU hierfür europäische Produktionskapazitäten aufzubauen. Die Chips werden unter anderem zur Produktion von E-Pkw benötigt – einem wichtigen Baustein in der Bekämpfung der Klimakrise. Dementsprechend wurde beschlossen, die Förderung für E-PKWs 2022 nicht auslaufen zu lassen. Aktiv die diversen Herausforderungen anzugehen, steht also auch in diesem Jahr ganz oben auf dem Aufgabenzettel.

 TOP-Thema
Momente der Wahrheit für 2022

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„Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.“ Wofür 2022 ganz sicher die Zeit sein wird, sind „Stunden der Wahrheit“. Zahlreiche Krisen und Konflikte, Sorgen und Probleme, Fragen und Herausforderungen wurden über den Jahreswechsel hinüber ins neue Jahr geschleppt. Die Politik, ob nun auf nationaler Ebene oder in Europa und der Welt, wird es nicht oder kaum noch einmal zwölf Monate schaffen, bei vielen der Entwicklungen und Konstellationen eine Lösung bzw. einen geeigneten Umgang schuldig zu bleiben. Wo sind am drängendsten Antworten gefragt? Mehr

Was uns besonders wichtig ist

VERÖFFENTLICHT: „Deutschland im Spannungsfeld: 3. Die europäische Antwort“
Deutschlands Wohlstand beruht stark auf seiner Exportwirtschaft. Wie fragil die Stellung innerhalb der internationalen Wertschöpfung jedoch ist, konnte in den letzten zwei Jahren beobachtet werden. Gleichzeitig hat auch die Europäischen Union erkannt, dass sie ihre internationale Position stärken muss. Dies will sie im Rahmen einer „offenen, strategischen Autonomie“ tun. Wie diese ausgestaltet ist und welche Handlungsbedarfe dabei zentral sind, darüber informiert der aktuelle 
INFOPORT des OstBV.
VORGESTELLT: Sägespänne statt Tropenholz
Mit Terrassendielen aus Holzresten läuft der Unternehmer Holger Sasse Bangkirai-Holz aus den Tropen den Rang ab. Ab 2022 will er für die Produktion zudem Windradflügel recyceln. Sasse beschäftigt die Idee der echten Kreislaufwirtschaft unter dem Stichwort Cradle to cradle – und bald mehr als 200 Menschen in Aschersleben. 
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Wandel braucht Finanzierung
Die Transformation hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft erfordert erhebliche Investitionen. Ohne entsprechendes Engagement auch der Kreditwirtschaft wird dies nicht zu schaffen sein. Über die Rolle der Banken im Kampf für mehr Klimaschutz informiert ein neues Informationsangebot des Bankenverbandes. Mehr
Bankenverband übernimmt Vorsitz in der Deutschen Kreditwirtschaft
Zum 1. Januar übernahm der Bankenverband den Vorsitz in der Deutschen Kreditwirtschaft (DK), dem Zusammenschluss der nationalen Interessenverbände von Banken und Sparkassen. Für die DK stehen im Jahr 2022 wichtige politische Diskussionen und Entscheidungen an, insbesondere rund um den Umbau der Wirtschaft hin zu nachhaltigen und digitalen Geschäftsmodellen. Mehr

Politikeinblicke

Wirtschaftsministerium: Gegen Lieferengpässe und für mehr Digitalisierung
Um gegen die weltweiten Lieferengpässe anzugehen, plant das Bundeswirtschaftsministerium – gemeinsam mit europäischen Partnern – die Produktion von Halbleitern wieder stärker nach Deutschland und Europa zu holen. In einem gemeinsamen europäischen Projekt soll der Bedarf an Mikroelektronik selbst gedeckt werden. Dazu sollen 32 Unternehmensprojekte Fördermittel in Milliardenhöhe erhalten. Ziel ist es, unabhängiger von internationalen Lieferketten zu werden.
Deutsche Wirtschaft: Mehr Förderung für die Energiewende
Das Bundeswirtschaftsministerium hat die Innovationsprämie für E-Autos verlängert. Käufer/innen von rein elektrisch betriebenen Elektrofahrzeugen erhalten 2022 weiterhin bis zu 9.000 Euro Förderung. Plug-In-Hybride werden mit maximal 6.750 Euro gefördert. Ab 2023 soll die Förderung dann nur für Elektroautos gelten, die nachweislich einen positiven Klimaschutzeffekt haben.
Ein weiterer großer Baustein der Energiewende ist das mit 900 Millionen Euro geförderte Wasserstoffprojekt H2Global. Ziel ist es, den internationalen Markthochlauf von grünem Wasserstoff voranzubringen und langfristig Wertschöpfungs- und Lieferketten für den Wasserstoffimport aufzubauen.
Berlins neue Regierung vereidigt
Franziska Giffey (SPD) ist zur neuen Regierenden Bürgermeisterin von Berlin vereidigt worden. Mit ihr nahmen auch die neuen Senatoren und Senatorinnen ihr Amt auf. Bürgermeisterin und Senatorin für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz ist Bettina Jarasch (Bündnis 90/Die Grünen); Bürgermeister sowie Senator für Kultur und Europa ist Dr. Klaus Lederer (Die Linke). Den Posten des Finanzsenators übernimmt Daniel Wesener (Bündnis 90/Die Grünen) und Stephan Schwarz (parteilos) tritt das Amt des Senators für Wirtschaft, Energie und Betriebe an. Als Chef der Senatskanzlei wurde Severin Fischer von Giffey ernannt. Alle weiteren Senator/innen finden sich hier.
Brandenburg für ein starkes Handwerk
Das Wirtschaftsministerium hat die Richtlinie zur Meistergründungsprämie bis Ende 2023 verlängert. Damit können Handwerkerinnen und Handwerker ab 2022 weiterhin eine Meistergründungsprämie bei Gründung, Beteiligung oder Übernahme eines Handwerkbetriebes in Anspruch nehmen. Meister/innen können eine einmalige Basisförderung von maximal 12.000 Euro erhalten. Wer danach einen neuen Arbeits- oder Ausbildungsplatz schafft, erhält in der zweiten Stufe bis zu 7.000 Euro zusätzlich.
Mecklenburg-Vorpommern: Zukunft der MV-Werften weiter ungewiss
Mit Mitteln des staatlichen Wirtschaftsstabilisierungsfonds soll den MV Werften weiter unter die Arme gegriffen werden. Umgerechnet 130 Millionen Euro sollen fließen, um das schon zu rund 75 Prozent fertiggestellte Schiff "Global Class 1" fertig zu bauen. Etwa 77 Millionen Euro der Gesamtsumme seien Kreditbürgschaften des Landes. Jeweils 26,5 Millionen Euro sollen vom Bund und vom Werft-Eigner, dem Genting-Konzern Hong Kong, kommen. Doch ob Genting zustimmt, ist noch unklar.
Sachsen: Startschuss für zwei simul+ Reallabore
Mit insgesamt zwei Millionen Euro fördert der Freistaat im Rahmen der Zukunftsinitiative simul+ zwei Forschungsprojekte für mehr regionale Wertschöpfung. „DataLab WestSax“ soll als mobiles, hybrides Reallabor die digitale Transformation in den Bereichen IoT, KI und Machine Learning vorantreiben. Ziel des zweiten Projekts „TELEWERK“ ist die Errichtung eines Funktionsgebäudes mit minimalem CO2-Fußabdruck und strukturiertem Energie- und Lastmanagement.
Sachsen-Anhalt: Vereinfachte Vergabeverfahren verlängert
Um Sachsen-Anhalts Wirtschaft zu entlasten, hat das Landeswirtschaftsministerium die Regelungen für vereinfachte Vergabeverfahren von Land, Kommunen und kommunalen Unternehmen bis Ende 2022 verlängert. Dadurch können auch im gesamten nächsten Jahr bspw. Computer, Möbel und Fahrzeuge schneller bestellt sowie Bauleistungen leichter beauftragt werden.
Thüringens Finanzministerin Taubert rechnet mit Haushaltsüberschuss
Die Landesfinanzministerin Heike Taubert (SPD) geht von einem Überschuss in Höhe eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags aus. Der Landeshaushalt hatte im vergangenen Jahr ein Volumen von knapp zwölf Milliarden Euro. Einen Teil des Geldes will die Ministerin in Rücklagen stecken und den Corona-Hilfefonds aufstocken. Taubert erklärte den Überschuss mit pandemiebedingten Lieferschwierigkeiten in der Wirtschaft, weshalb einige Vorhaben nicht umgesetzt werden konnten. Zudem seien Personalstellen nicht wie geplant besetzt worden.

Wirtschaftsausblicke

Ostdeutschland: Bauindustrie geht skeptisch ins neue Jahr
Pandemiebedingte Auswirkungen, Lieferengpässe und steigende Rohstoffpreise lassen die ostdeutsche Bauindustrie sorgenvoll ins neue Jahr blicken. Laut Bauindustrieverband Ost (BIVO) rechnen knapp 42 Prozent der Mitgliedsunternehmen 2022 mit sinkenden Umsätzen. Bei Kommunen und Ländern – als größte Auftraggeber der Branche – machten sich die Gewerbesteuerausfälle durch Corona bemerkbar. Der Spielraum für Investitionen werde dadurch kleiner. Allerdings sei – angesichts stabiler Umsätze in den ersten neun Monaten 2021 und zumindest eines kleinen Zuwachses beim Auftragseingang – Pessimismus nicht angebracht, so BIVO-Hauptgeschäftsführer Robert Momberg.
Berlin: Gründer/innen-Szene zieht Investoren an
Mit einer Bewertung von über einer Milliarde Dollar ist Infarm das erste deutsche Lebensmittel-Startup, dass es in die Riege der sogenannten Einhörner geschafft hat. Dafür sorgt eine neue Finanzierungsrunde über 177 Millionen Euro. Das Geschäftsmodell: Kräuter und Gemüse effizient, ökologisch und so nah wie möglich am Vertriebsort züchten.
Auch die Fintech-Branche in der Hauptstadt kann sich sehen lassen. Das jüngste Beispiel: Re:cap hat 10 Millionen Euro eingesammelt. Über die Plattform des Startups sollen sich Softwarefirmen wiederkehrende Einnahmen im Voraus ausbezahlen lassen können. Neben diesem Investment hat das Unternehmen weitere 90 Millionen Euro an Fremdkapital eingesammelt.
Brandenburg sucht Unternehmerin des Jahres
Bereits zum zehnten Mal wird unter dem Motto „Starke Frauen starke Wirtschaft“ die Unternehmerin und Existenzgründerin des Jahres in der Mark gesucht. Der vom Arbeitsministerium alle zwei Jahre ausgeschriebene Wettbewerb soll unternehmerische Potenziale und den Beitrag der Brandenburger Unternehmerinnen zur guten wirtschaftlichen Entwicklung des Landes sichtbar machen sowie ihre Leistungsfähigkeit und Innovationsstärke dokumentieren.
Mecklenburg-Vorpommern könnte Standort für Birkenstocks Leuchtturmprojekt werden
Der Industriepark Berlin-Szczecin in Pasewalk hat gute Chancen Standort für das neue Vorzeigewerk von Birkenstock zu werden. Mit 1.000 neuen Arbeitsplätzen wäre das Projekt nicht nur das größte Investitionsvorhaben in der Geschichte des deutschen Traditionsunternehmens, sondern auch eine der bedeutendsten Industrieansiedlungen in Mecklenburg-Vorpommern seit der Wiedervereinigung. Birkenstock wäre damit der größte private Arbeitgeber in der Region zwischen Berlin und Stettin.
Mecklenburg-Vorpommern: Power-to-Heat-Anlage geht an den Start
Mit einer Power-to-Heat-Anlage schaffen die Tochter der Stralsunder Stadtwerke, SWS Energie GmbH, und der Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz einen weiteren Baustein für mehr Klimaschutz in Mecklenburg-Vorpommern. Die Anlage folgt dem Prinzip „Nutzen statt Abregeln“ und wandelt Windstrom, der aufgrund von Netzengpässen nicht vollständig zu den Verbrauchszentren abtransportiert werden kann, in „grüne“ Fernwärme für die Hansestadt um. Sie ist mit 6,5 MW die bisher leistungsstärkste von drei Anlagen, die 50Hertz gemeinsam mit Partnern ans Netz gebracht hat.
Sachsen: Bio-Modell-Regionen nehmen Arbeit auf
Der Freistaat will Innovationstreiber für regionale und bio-regionale Wertschöpfungsketten werden. Zwei Modell-Regionen in der Lausitz sind nun gestartet, um ein marktgerechtes, nachfrageorientiertes Wachstum des Öko-Landbaus aufzubauen. Die Region „Regionalwert schaffen – Lausitz“ wirkt im Landkreis Görlitz und fokussiert die nachhaltige Entwicklung in der östlichen Lausitz. Die zweite Bio-Regio-Modellregion „Stadt-Land-Brücke 4.0 – Lausitz goes Dresden” verbindet die „produzierende Lausitz“ mit der Konsumentenregion Dresden.
Sachsen-Anhalt: „Maywood Media“ eines der kreativsten Unternehmen Deutschlands
Die Bundesregierung zeichnet jedes Jahr Unternehmen als „Deutsche Kultur- und Kreativpilot/innen“ aus. Dieses Jahr gehört die Magdeburger „Maywood Media GmbH“ zu den kreativsten Unternehmen Deutschlands. Das Team der Medienproduktionsfirma erhält die Ehrung für sein Virtual-Reality-Produkt (VR) „Remmy VR“. Menschen mit neurodegenerativen Erkrankungen oder physischen Einschränkungen werden mit der VR-Brille virtuelle Reisen ermöglicht, die sie in der Realität nicht mehr unternehmen können.
Sachsen-Anhalt: Wasserstoff-Beimischung im Gasnetz gestartet
Avacon und der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) haben gemeinsam eine Wasserstoff-Beimischanlage in Schopsdorf in Betrieb genommen. Das Gemeinschaftsprojekt soll zeigen, dass es technisch möglich ist, Wasserstoff zu einem deutlich höheren Prozentsatz als bislang vorgesehen in ein existierendes Gasnetz einzuspeisen. Die Ergebnisse des Projektes dienen als Vorbild für den zukünftigen Einsatz von Wasserstoff in Gasverteilnetzen
Thüringen: Jenaer Gewindetechnik investiert in neue Produktionsstätte
Die Jenaer Gewindetechnik GmbH investiert neun Millionen am Standort Jena. Mit den Geldern will das Unternehmen die Betriebsstätte modernisieren und neue Fertigungstechniken einführen, um die Produktion von Kugelgewinden und Zahnrädern auszubauen. Gefördert wird die Investition mit einer Million Euro durch das Thüringer Wirtschaftsministerium.

Entscheidertermine

11.01.2022
Online
Der Weg zur Entwicklung von digitalen Geschäftsmodellen in KMU
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20.01.2022
Berlin
BCCG New Years Conference 2022: Ein Jahr nach dem Ausscheiden des Vereinigten Königreichs aus der EU: Eine Bestandsaufnahme aus Sicht der Wirtschaft und Finanzindustrie
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20.01.2022
Online
ndgit Open Finance Webinarserie - Open Finance Trends 2022
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27.01.2022
Hybrid

3. Nationaler Produktivitätsdialog - Sachverständigen Rat zur Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung
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02.02.2022
Online
Frankfurt Digital Finance – Connecting the European Digital Finance Ecosystem
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Das Beste zum Schluss

Radeberger braut nun doch alkoholfreies Bier
Sachsens größte Brauerei, Radeberger, setzte lange nur auf das Brauen des Pilsners. Nach 150 Jahren kommt nun eine neue Sorte hinzu: Radeberger Alkoholfrei. Dieses enthält keinen Zucker und lediglich 17 Kalorien pro 100 ml. Besonderheit: Der verarbeitete Hopfen wird im Elbe-Saale-Gebiet eigens für die Radeberger Exportbierbrauerei angebaut, die viel Wert darauf legt, ihre Rohstoffe zunehmend aus der Region zu beziehen. Ab Januar 2022 startet der Verkauf, bis Ostern wird das neue Bier in ganz Deutschland erhältlich sein.
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Liebe Leserinnen und Leser,

wir starten in ein neues Jahr - derzeit noch von pandemischen Herausforderungen überschattet. Im weiteren Jahresverlauf entspannt sich aber hoffentlich die Situation, so dass der Blick auch wieder stärker frei wird für zukunftsträchtige und hoffnungsvolle Entwicklungen im Osten. Wenn Sie uns von solchen Aktivitäten oder Terminen berichten wollen
, so schreiben Sie uns gerne unter publikation@ostbv.de.

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