Entspannung bei Energiepreisen nicht in Sicht - Inflation belastet weiter Konjunktur | Online anzeigen
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April 2022

FokusOst
Was für den Osten wichtig ist und wird.

Guten Morgen,,
die Auswirkungen der russischen Invasion in der Ukraine spürt die deutsche Wirtschaft in der ganzen Breite. Laut einer DIHK-Umfrage verzeichnen vier von fünf Betrieben wirtschaftliche Einbußen und auch die Wirtschaftsweisen zeichnen ein düsteres Bild für die Konjunkturprognose 2022. Zugleich ist die Solidarität mit den Ukrainer/innen ungebrochen. Mit Hilfsgütern, kostenfreien Dienstleistungen oder der Bereitstellung von Unterkünften kann so vielleicht das Leid der Betroffenen gemindert werden. Um sich von russischen Exporten weniger abhängig zu machen, werden zudem einige Betriebe recht erfinderisch. So auch die Produzenten des Altenburger Senfs, die ihre Senfkörner nun auf Thüringer statt auf russischem Boden anbauen.

 TOP-Thema
Entspannung bei Energiepreisen nicht in Sicht –

Inflation belastet weiter Konjunktur

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Der schnelle Post-Corona-Aufschwung fällt aus. Die Wirtschaftsweisen korrigieren in ihrer aktuellen Prognose das Wachstum für 2022 auf dürre 1,8% (zuvor 4,6%). Hauptgrund für die deutlich schwächere Dynamik ist der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Er führt zu erhöhter Unsicherheit und dämpft damit Investitionen; er verringert die Haushaltsspielräume und hält die Inflation hoch – aktuell bei heftigen 7,3%. Die von verschiedenen Seiten vorgebrachte Forderung, Deutschland solle den Öl- und Gasbezug aus Russland einstellen, wird selbst von Robert Habeck als grünem Wirtschaftsminister gekontert. Die Folgen für Wohlstand und Jobs wären fatal. Immer drängender wird daher die Frage: Wann entspannt sich die Preissituation? 
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Was uns besonders wichtig ist

Konjunkturprognose: Krieg gegen die Ukraine hinterlässt deutliche Spuren
Der Ausblick der Chefvolkswirte der privaten Banken ist in diesem Frühjahr von großen Unsicherheiten geprägt. Nach einem auch für Ostdeutschland durchwachsenen Jahr 2021 (BIP-Zuwachs in Ostdeutschland ohne Berlin: +1,9% / jüngste Länderergebnisse hier), wird für das Gesamt-Jahr 2022 nun nur noch mit einem Wirtschaftswachstum von 2,2% gerechnet. Dafür ist mit einem Inflationsanstieg auf über 7% auszugehen. Mehr

Bankenverband (BdB) veröffentlicht Überblick zur Sanktionslage und den Auswirkungen auf die Wirtschaft
Der BdB hat Informationen zu den Sanktionen gegen Russland als Folge des Angriffskriegs auf die Ukraine, zum Ausschluss von Banken aus dem Finanznachrichtendienst SWIFT sowie zu den Unterstützungsmaßnahmen für deutsche Unternehmen zusammengestellt. Ebenfalls hat der OstBV Informationen aus den Banken für Ukrainer/innen sowie Unternehmen gebündelt.

Vorgestellt: Regional statt aus Russland
Julia Jungbeck-Ucar hat den „Altenburger Senf“ von ihrem Vater übernommen und führt das Unternehmen in eine moderne Zukunft. Dazu gehört seit dem Ukraine-Krieg auch der Abschied von russischen Rohstoff-Lieferungen. Nun lässt die 33-Jährige die Senfkörner in Thüringen anbauen – und setzt auf regionale Produkte.
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Vorgestellt: Der Traum vom sauberen Fliegen
Das Brandenburger Unternehmen Apus entwickelt elektrische Flugzeuge, die mit Wasserstoff fliegen. Die ersten Prototypen sollen Ende nächsten Jahres abheben – ganz ohne CO2-Emissionen.
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Politikeinblicke

Bundesdigitalminister Wissing legt Eckpunkte zur Gigabitstrategie vor
Die Ziele des Bundesdigitalministeriums, um Deutschlands digitalen Aufbruch voranzutreiben: Glasfaser bis an jedes Haus und der aktuellste Mobilfunkstandard. Mit der Gigabitstrategie soll der Ausbau einer flächendeckenden und leistungsfähigen digitalen Infrastruktur beschleunigt werden. Konkret heißt das effizientere Genehmigungsverfahren und gezielte Clusterförderungen. Die Eckpunkte stehen fest, im Sommer soll die Strategie im Kabinett beschlossen werden.
Sofortprogramm gegen den weiteren Anstieg von CO2
Die deutschen Treibhausgas-Emissionen sind 2021 um 4,5% (ca. 33 Mio. Tonnen) im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, das hat das Umweltbundesamt bekanntgegeben. Ein Anstieg ist insbesondere im Energiesektor zu verzeichnen. Grund sei die erhöhte Stromnachfrage und die geringere Erzeugung erneuerbarer Energien. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz will nun mit einem Klima-Sofortprogramm den Ausbau grüner Stromerzeugung beschleunigen, um den 80%-Anteil bis 2030 zu erreichen.
Berlin stellt Finanzpolitik zukunftsfest auf
Um Unternehmen in ihrer frühen Phase zu unterstützen, finanziert Berlin gleich drei Venture Capital Fonds mit 120 Mio. Euro. Zusammen mit privaten Kapitalgebern sollen mit den Fondsmitteln innovative Berliner Start-ups aus der Technologie- und Kreativwirtschaft sowie Social Entrepreneurs gefördert werden. Für mehr Nachhaltigkeit in der hauptstädtischen Finanzwelt soll das Rahmenkonzept Sustainable Finance sorgen. Das Land will künftig Anleihen bereitstellen, die einen positiven Beitrag zur sozialen und ökologischen Entwicklung leisten.
Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern: Mehr Zusammenarbeit mit Polen
Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns Landesregierungen wollen das Programm INTERREG mit Polen erneuern. Der Entwurf mit einem Bündel an grenzüberschreitenden Kooperationsthemen wurde nun in den jeweiligen Kabinetten vorgestellt. Mit insgesamt 124,6 Mio. Euro EU-Mitteln sollen Projekte mit den Schwerpunkten Tourismus, Innovation, Klimaanpassung und Infrastruktur umgesetzt werden.
Mecklenburg-Vorpommern: Deutsche Werften als Erfolgsfaktor der Offshore-Energiewende?
Die IG Metall Küste und die Stiftung OFFSHORE Windenergie sind sich einig: Deutsche Werften könnten ein Schlüssel zum Erfolg der deutschen und europäischen Energiewende werden. Der Offshore-Windkraft-Ausbau spielt dabei eine zentrale Rolle. Zusammen mit den hochtechnisierten Werftstandorten in Mecklenburg-Vorpommern können einmalige Synergien erzeugt und gleichzeitig das Schicksal der insolventen MV-Werften abgewendet werden. Erste Schritte, wie die Erstellung einer Umsetzungsstrategie, sollen jetzt erarbeitet werden.
Sachsen: Bund fördert Großvorhaben zu Batterien – Standort Döbeln profitiert
Die Blackstone Technology GmbH wird gemeinsam mit weiteren Unternehmen und Forschungseinrichtungen bisherige Laborergebnisse zu 3D-gedruckten Festkörperbatterien in Richtung Serienreife weiterentwickeln. Hierzu sollen nach Auskunft des Unternehmens 32 Mio. Euro in eine Pilotanlage am Produktionsstandort in Döbeln investiert werden. Der Bund fördert das Vorhaben mit rund 24 Mio. Euro.
Sachsen-Anhalts Hochschulen setzen Projekte mit Russland vorerst aus
Alle 80 laufenden Projekte mit russischen Einrichtungen sollen ausgesetzt werden. Das haben Sachsen-Anhalts Hochschulen gemeinsam mit dem Landeswissenschaftsministerium beschlossen. Zudem sicherten alle sieben Hochschulen ukrainischen Studierenden ihre Unterstützung zu. Damit soll der russischen Regierung neben wirtschaftlichen Sanktionen auch ein klares Signal aus der Wissenschaft gesendet werden. Aktuell zählen die Hochschulen 286 Studierende und 39 Hochschulmitarbeitende aus der Ukraine. 380 Studierende und 24 Hochschulmitarbeitende kommen aus der Russischen Föderation. 
Thüringer Wirtschafts- und Finanzpolitik vor Herausforderungen
Die Thüringer Finanzministerin Heike Taubert ist mit ihren Eckwerten des Haushaltsplans für 2023 im Kabinett gescheitert. Die Ministerien meldeten für die darin enthaltenden Schwerpunkte Ausgaben von zusätzlichen 900 Mio. Euro an. Daher zog Taubert den Entwurf wieder zurück. Das diesjährige Gesamtvolumen beträgt 12 Mrd. Euro. Gleichzeitig hat das Wirtschaftsministerium des Freistaats für den Digitalbonus einen Antragsstopp verhängt. Grund sei die Globale Minderausgabe, mit der Ausgabekürzungen von mehr als 64 Mio. Euro verbunden sind. Mit dem Digitalbonus hat der Freistaat bisher KMUs dabei unterstützt, sich digitaler aufzustellen und die dafür notwendige Hard- und Software zu beschaffen.

Wirtschaftsausblicke

Ostdeutschland: Alterung der Bevölkerung bremst Wirtschaftswachstum
Der IfW Kiel berichtet in einer Analyse, dass die Auswirkung der Bevölkerungsalterung den Osten Deutschlands im Vergleich zum Westen schon heute stark in seinem Wirtschaftswachstum hemmt. Bereits seit Mitte des letzten Jahrzehnts sinke die Wirtschaftsleistung, nähme die Innovationskraft ab und der ohnehin bereits gravierende Fachkräftemangel noch weiter zu. Um den Fachkräftemangel zu begegnen, müsse es einen grundlegenden Kurswechsel in der Förderpolitik geben, weg vom Erhalt von Arbeitsplätzen und hin zur Anziehung von Arbeitskräften, so der IfW.
Ostdeutsche Betriebe von Krieg und Sanktionen betroffen
Laut des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) haben vier von fünf Betrieben geschäftliche Einbußen zu verzeichnen. Besonders alarmierend seien die Stimmen aus der Industrie: Drei Viertel der Industriebetriebe leiden unter Störungen in der Lieferkette und Logistik, fast 90% unter fehlenden Rohstoffen und Vorleistungen. Zeitgleich berichtet der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft von deutlichen Auswirkungen des Aggressionskrieges und den daran ansetzenden Sanktionen. Auch in Sachsen stand der Großteil der Produktion bei VW Zwickau still. Nach der Chipkrise wird der Betrieb nun aufgrund ausbleibender Zulieferteile aus der Ukraine eingeschränkt. 
Berlin ist das "Silicon Valley" der deutschen Finanzwelt
Die Finanz-Start-Up-Szene Berlins kann sich im internationalen Vergleich absolut sehen lassen, so OstBV-Geschäftsführer Achim Oelgarth, Initiator der Berlin Finance Initiative (BFI), im Börsenblatt. Die Hauptstadt ist Spitzenreiter in der Fintech-Szene in Deutschland. Das Einzigartige am Standort: Digital Finance entsteht hier von Grund auf. Ein gutes Beispiel für die Anziehung der Stadt ist der neue Venture Capital Fonds Embedded Capital. Der ehemalige Finleap-CEO Ramin Niroumand will mit dem 100-Mio.-Euro-Fonds Fintechs in ihrer Frühphase finanzieren und Berlin zum führenden Fintech-Standort Europas weiterentwickeln.
Brandenburg: Tesla ist an den Start gegangen
Die Produktion im Tesla-Werk im brandenburgischen Grünheide hat begonnen. Tesla-Chef Elon Musk übergab die ersten 30 Autos des Modells „Y" an Kundinnen und Kunden. Zwar ging es nicht ganz so schnell wie geplant, das Werk wurde dennoch in einem erheblichen Tempo errichtet: Zwischen der Ankündigung von Musk 2019, in Brandenburg zu investieren, und Produktionsstart lagen nur 861 Tage. An der Veranstaltung in der Produktionshalle nahmen neben Ministerpräsident Woidke auch Bundeskanzler Olaf Scholz und Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck teil.
Mecklenburg-Vorpommern bleibt 2022 zweitbeliebtestes Reiseland der Deutschen
Auf der in Berlin stattfindenden international besuchten ITB-Messe  hat sich Mecklenburg-Vorpommern als beliebtes Urlaubsland präsentiert. Trotz der Pandemie und Lockdown in den ersten fünf Monaten 2021, sei das restliche Jahr noch gut gelaufen. Für 2022 geht das Land von einer weiteren Erholung des Reisemarktes aus und erwartet rund 31 Mio. Übernachtungen. Ziel sei es, das Land weiter als eine der beliebtesten Urlaubs- und Reiseregionen in Deutschland zu entwickeln, betonte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer.
Sachsen: Start-Ups kriegen weiteren Schub
Die digitale Plattform für Mitarbeiterkommunikation Staffbase erhält 106 Mio. Euro. Mit der jüngsten Finanzierung wird das in Chemnitz gegründete Unternehmen nun mit über einer Milliarde Euro bewertet und rückt damit in den kleinen Kreis der deutschen „Unicorns“ auf.
Sachsen-Anhalt: Intel errichtet Halbleiterfabrik in Magdeburg
Die Chipproduktion in EU-Märkte verlagern und Abhängigkeiten verringern – zu diesen Zielen der EU trägt nun auch Intel bei. In den kommenden zehn Jahren sollen bis zu 80 Mrd. Euro entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der EU investiert werden. Davon sollen zunächst 17 Mrd. Euro für den Bau von zwei hochmodernen Halbleiterfabriken in Magdeburg investiert werden. 2027 soll die Produktion starten. Tausende Arbeitsplätze sollen entstehen.
Sachsen-Anhalt: Florida Eis zieht es nach Magdeburg
Wer in Berlin lebt, kennt es: Das Floria Eis ist eine feste Größe in der Hauptstadt und das schon seit fast 40 Jahren. Nun kommt eine neue Fabrik in Magdeburg hinzu, die bis zu 250 Arbeitsplätze verspricht. Im Mai 2022 soll mit dem 15 Mio. Euro-Bau des Fabrikgeländes neben der Autobahn A14 begonnen werden.
Thüringer Maschinenbau legt 2021 deutlich zu
Mehr Aufträge und ein Umsatzplus von 8% gegenüber dem Vorjahr: Der Thüringer Maschinen- und Anlagenbau hat 2021 wieder Fahrt aufgenommen. Das hat das Statistische Landesamt erhoben. Der Inlandsumsatz legte um fast 7% zu – er stieg von 1,6 Mrd. Euro (2020) auf 1,7 Mrd. Euro. Der Auslandsabsatz kletterte gegenüber dem Vorjahr um 9,5% auf 1,4 Mrd. Euro.
Thüringen ist starker Technologiestandort
Der Forschungs- und Technologieverbund Thüringen e.V. und die Thüringer Industrie- und Handelskammern haben ihre Kooperation erneuert. Ein gemeinsames Ziel ist die Innovationskraft von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) zu stärken. Zudem können sich bis zum 21. April technologieorientierte Start-ups aus Thüringen für den Gründerwettbewerb „get started 2gether“ bewerben und von der Zusammenarbeit mit einer Forschungseinrichtung profitieren. Start-ups haben die Chance mit einer maximalen Einzelförderung von 200.000 Euro für insgesamt sechs Monate die technische Infrastruktur einer gemeinnützigen wirtschaftsnahen Forschungseinrichtung im Freistaat zu nutzen.

Entscheidertermine

04.- 06.04.2022
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Sächsische Außenwirtschaftswoche 2022! Mehr
04. - 06.04.2022
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Crypto Assets Conference
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05.04.2022
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Gewusst wie! Förderung für Ihre soziale Unternehmensidee – IHK Berlin
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08.04.2022
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6. Female Founders Night
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22. - 24.04.2022
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Fintech Virtual Hybrid Hackathon
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27.04.2022
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ZEIT Thementag: Die grüne Transformation – Wie gestalten wir den Wandel in Wirtschaft & Gesellschaft?  
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18.-19.05.2022
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BaFinTech 2022: Veranstaltung mit der Deutschen Bundesbank – Anmeldung jetzt möglich
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Safe the Date: 12.-14.06. 2022
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7. Ostdeutsches Wirtschaftsforum OWF.ZUKUNFT – Bad Saarow | mit inhaltlichem Beitrag vom OstBV
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Das Beste zum Schluss

Berlins Fast Food Erfindung: 50 Jahre Döner Kebab
Fladenbrot, Fleisch vom Dönerspieß und Salat – diese „klassische“ Art des Döner Kebabs wurde vor 50 Jahren in Berlin kreiert und bildet die Säule der deutsch-türkischen Kulinar-Geschichte. Seitdem ist der Döner aus Deutschland nicht mehr wegzudenken. Das sagen auch die Statistiken: Laut des Vereins Türkischer Dönerhersteller in Europa liegt der Konsum in Deutschland bei etwa 550 Tonnen täglich. Allein in Berlin gibt es 1.600 Verkaufsstellen des „Berliner Fast Foods“. 
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