Zeitenwende braucht Veränderung - kein Weiter so | Online anzeigen
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Mai 2022

FokusOst
Was für den Osten wichtig ist und wird.

Guten Morgen,,
der Frühling ist in vollem Gange und es wirkt fast so, als würde die Pandemie der Vergangenheit angehören. Doch die erhoffte wirtschaftliche Erholung will sich im Angesicht des Kriegs in der Ukraine nicht einstellen. So sehr die Bundesregierung noch mit dem richtigen außenpolitischen Umgang hadert, so deutlich ist jedoch der Ruck, der aktuell durch den Energiesektor geht. Hier heißt es nicht nur: Unabhängigkeit von russischem Gas, sondern hin zu alternativen Energieträgern, wie die neue Wasserstoffhandelsplattform für Berlin und Brandenburg beweist. 

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 Zeitenwende braucht Veränderung - kein Weiter so

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Stellen Sie sich vor, Sie sind Aktionär eines großen Automobilherstellers. Dessen Vorstand hat auf Zehn-Jahres-Frist die Strategie herausgegeben, nur noch Elektrofahrzeuge produzieren zu wollen. Mit langfristigen Lieferverträgen sichert man sich den Lithium-Bezug, der aus anderen Quellen nicht zu decken wäre. Eines Tages erfahren Sie, dass weite Teile der Förderinfrastruktur zerstört wurden und der Export drastisch einbricht. Gespannt fragen Sie sich, wie der Automobilhersteller reagiert, denn ohne Lithium geht bei ihm eigentlich nichts. Dies ist zwar nur ein Gedankenexperiment, aber es lohnt sich dies nachzuvollziehen – auch in der Politik? MEHR

Was uns besonders wichtig ist

Banken-/Wirtschaftsmarkt: Rück- und Ausblick
Die ostdeutschen Unternehmen haben die Corona-Widrigkeiten insgesamt gut gemeistert. Nunmehr aber sehen sie sich aufgrund der Folgen von Russlands Angriffskrieg und der Entwicklung der Inflation mit weiteren Belastungen konfrontiert. Der OstBV gibt mit seinen BANKENEINBLICKEN daher, neben einem kurzen Rückblick auf die Wirtschafts- und Bankenmarktentwicklung 2021, einen Ausblick mit möglichen Handlungsoptionen für den Wirtschaftsstandort.
VORGESTELLT: Das erste Einhorn
Staffbase aus Chemnitz begann 2014 als Pionier für eine Mitarbeiter-App. Inzwischen revolutioniert der IT-Shootingstar weltweit die interne Unternehmenskommunikation und gilt mit einem Wert von mehr als einer Milliarde Euro als das erste Einhorn in den ostdeutschen Bundesländern.
OstBV erweitert sein Netzwerk: Societe Generale wird neues Mitglied
Societe Generale 
ist einer der größten Finanzdienstleister in der Eurozone. In Deutschland seit 1886 am Markt, ist sie damit hierzulande eine der ältesten Auslandsbanken. Deutschland ist ein Kernmarkt, in den Societe Generale kontinuierlich investiert. Mit mehr als 3.250 Mitarbeitenden ist die Bank an fünf Standorten für Unternehmen, Privatkund/innen und institutionelle Investoren tätig.
Nachhaltige Geldanlage - Wissen und Engagement der Deutschen
Deutsche legen generell eher konservativ an, dass Sparbuch bleibt die Anlageform Nummer eins. Zugleich werden aber nachhaltige Geldanlagen immer bekannter und beliebter. Dies zeigt die aktuelle Online-Umfrage des Bankenverbandes.

Politikeinblicke

Durchschnittseinkommen der Ostdeutschen weiterhin unter bundesdeutschem Niveau
Das Einkommensgefälle von West nach Ost ist mehr als drei Jahrzehnte nach der Wiedervereinigung noch stark ausgeprägt, das ergab die aktuelle Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung. So ist laut dem WSI in den ostdeutschen Bundesländern Potsdam-Mittelmark mit 24.127 Euro der einzige Kreis, in dem das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen den bundesdeutschen Durchschnitt von 23.706 Euro überschreitet.
Neubauförderung für energieeffiziente Gebäude wieder gestartet
Die Neubauförderung der KfW wird neu ausgerichtet. Ziel ist es, diese schrittweise stärker an Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Effizienz auszurichten. Derzeit können Anträge für das Programm „Effizienzhaus / Effizienzgebäude 40 - Nachhaltigkeit (EH/EG40 NH)“ gestellt werden. Damit ist die Stufe 2 der Neuausrichtung „gezündet“, nachdem die Mittel von einer Milliarde aus Stufe 1 innerhalb von wenigen Stunden ausgeschöpft waren. Ab 2023 soll mit dem Programm Klimafreundliches Bauen dann die finale Stufe 3 der Neuausrichtung erreicht werden.
Berlin sichert BAföG-Digital
Studierende der Hauptstadt können nun ihre BAföG-Leistungen digital beantragen und verwalten. Hintergrund der Neuerung ist das Online-Zugangs-Gesetz (OZG) das bis Ende 2022 allen Bürger/innen einen besseren Zugang zu Verwaltungsleistungen ermöglichen soll. Die Kosten für das digitale BAföG in Berlin belaufen sich auf 94.000 Euro jährlich.
Brandenburg: Unabhängigkeit in der Stromversorgung
Das Öl-Embargo gegen Russland steht in Aussicht. Im brandenburgischen Schwedt soll der Raffinerie-Betrieb dabei notfalls über den Rostocker Hafen gesichert werden. Bisher wurde die Raffinerie direkt vom russischen Öl-Konzern Rosneft beliefert. Aktuell verhandle man zudem mit Polen, um den Betrieb möglichst reibungslos aufrechterhalten zu können. Um auf der anderen Seite die Erneuerbare Energieerzeugung voranzutreiben, hat das Land nun den Solaratlas Brandenburg veröffentlicht. Unter solaratlas-brandenburg.de gibt er Auskunft über nutzbare Flächen für solartechnische Anlagen.
Mecklenburg-Vorpommern: Greater Rostock ist neue Dachmarke der Regiopolregion
Rostock und sein Umland wollen Gäste, Investoren und Fachkräfte für die Region begeistern. Dazu hat das Wirtschaftsministerium die neue Dachmarke „Greater Rostock“ vorgestellt. Über zwei Jahre haben Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik Ideen gesammelt, um unter einem Namen die Vorzüge der Region herauszustellen. Das Ministerium will mit einem Gesamtbudget von rund 200.000 Euro die Internationalisierung und Entwicklung der Marke vorantreiben.
Sachsen: Bio-Regio-Modellregion Leipzig-Westsachsen auf agra gestartet
Im Rahmen der Landwirtschaftsmesse agra ist die erste Bio-Regio-Modellregion im Raum Leipzig gestartet. Sie ist die dritte Modellregion in Sachsen, die regionale und bioregionale Wertschöpfungsketten vorantreiben soll. Mit Leipzig ist ein innovativer Markt hinzugekommen, der einen hohen Absatz von bioregionalen Lebensmitteln verspricht. In den Modellregionen finden sich Organisationen der Regionalentwicklung mit Unternehmen der Land- und Ernährungswirtschaft zusammen, um die steigende Nachfrage nach regionalen und ökologisch erzeugten Lebensmitteln zu decken.
Sachsen-Anhalt: Mehr Ernährungssicherheit durch heimische Produkte
Sachsen-Anhalts Landwirtschaftsminister Sven Schulze nahm ebenfalls die Landwirtschaftsmesse agra zum Anlass, die Bedeutung heimischer Produkte in den Vordergrund zu stellen. Landwirtschaft müsse zukunftsfest gestaltet werden. Die viel diskutierte Nutzung von Stilllegeflächen hätte allerdings kaum Auswirkungen auf die Getreideproduktion in Deutschland. Bei einem Fachgespräch zur Ernährungssicherheit im Landtag plädierten Experten für weniger Fleischkonsum und Lebensmittelverschwendung. Diese Maßnahmen würden den größten Effekt erzielen.
Thüringen: Neue Gründungsinitiative für Messtechnik- und Sensorikbranche
Mit dem „InSignA Innovation Hub“ (iHub) ist eine neue Initiative für Unternehmensgründungen in der Messtechnik- und Sensorikbranche in Ilmenau gestartet. Mit dem iHub soll die schnelle Umsetzung von Forschungsergebnissen in neue Produkte und deren Vermarktung gefördert werden. Eine erste wichtige Initiative des neuen iHub ist der sog. Elevator Pitch am 18. Mai 2022: Hier können sich Gründungsteams und Start-ups mit ihren innovativen Geschäftsideen in kurzen, fünfminütigen „Pitches“ einer Expertenjury präsentieren. 
Thüringen: Zukunft gestalten - Nachwuchsförderprojekt für Thüringer Unternehmen und Innovationspreis
Kinder und Jugendliche ins Unternehmen holen und frühzeitig für MINT-Berufe begeistern. Das ist das Ziel der Jugend-Unternehmenswerkstätten (JUW). Ein Projekt, welches 2016 von der IHK Südthüringen entwickelt wurde und nun von der Stiftung für Technologie, Innovation und Forschung Thüringen (STIFT) über den ganzen Freistaat ausgebaut wird. Zudem lobt die STIFT zusammen mit dem Thüringer Wirtschaftsministerium, dem TÜV Thüringen e.V. sowie der Ernst-Abbe-Stiftung dieses Jahr wieder den "Innovationspreis Thüringen" aus. Die Teilnahme am Wettbewerb ist bis zum 30. Juni 2022 möglich unter: innovationspreis-thueringen.de

Wirtschaftsausblicke

Wirtschaftsdiagnose: Von der Pandemie zur Energiekrise
Führende Wirtschaftsinstitute haben ihren Jahresausblick nach unten korrigiert. Die erhoffte Erholung von der Corona-Krise fällt infolge des Kriegs in der Ukraine wohl deutlich schwächer aus. Für 2022/23 wird vom IWH in Ostdeutschland eine BIP-Zunahme von 2,1 bzw. 2,5% erwartet. Die im Zuge des Kriegs stark gestiegenen Preise von Öl, Kohle und Gas treiben auch die Verbraucherpreise in Deutschland. Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2022 eine Inflationsrate von 6,1%. Solche Raten wurden bislang nur zu Zeiten der Ölkrise oder kurz nach der Wiedervereinigung verzeichnet.
Berlin: Start-up-Metropole boomt trotz Corona
Zum 25-jährigen Bestehen zieht IBB Ventures, einer der aktivsten VC-Investoren Deutschlands, Bilanz: Sie nahm seit ihrem Bestehen an Finanzierungsrunden mit einem Gesamtvolumen von 1,7 Mrd. Euro teil. 250 Mio. Euro davon investierte IBB Ventures selbst und hat namhafte internationale Unternehmen wie z.B. Babbel unterstützt. Trotz Pandemie war auch 2021 ein robustes Geschäftsjahr mit erfolgreichen Finanzierungsrunden. Ebenfalls ein Beleg für die Potenz der Start-up-Szene der Hauptstadt: Die Gastro-App Choco hat es zum Unicorn geschafft. Die aktuelle Bewertung liegt bei 1,12 Milliarden Euro. Insgesamt flossen nun schon rund 275 Millionen in das Unternehmen.
Berlin und Brandenburg gründen Partnerplattform für Wasserstoff-Händler
Die Wirtschaftsverwaltungen Berlin und Brandenburg haben eine Online-Plattform ins Leben gerufen, die möglichst viele Erzeuger und Verbraucher von Wasserstoff ohne Reibungsverluste und Umwege zusammenbringen soll. Laut Oliver Arnhold, Geschäftsführer der Localiser RLI GmbH, die das Projekt umsetzt, funktioniere der Marktplatz wie „eine Mischung aus Partnerbörse und eBay-Kleinanzeigen“. Ziel sei es, eine bessere Übersicht der in der Region bestehenden oder geplanten Wasserstoffprojekte zu bekommen. Synergien bei der Produktion und Planung, Nachfrage und Verbrauch von Wasserstoff sowie bei der Infrastrukturplanung sollen so möglich werden.
Unternehmen Aldi Nord und Bach Resistor Ceramics investieren in Erweiterungen
Die Unternehmen Aldi und Bach Resistor Ceramics expandieren am Standort Werneuchen und geben damit ein klares Bekenntnis für Brandenburg als Wirtschaftsstandort ab. Die Investition von Aldi in die Erweiterung seines Logistikzentrums im Gewerbepark Seefeld sichert regionale Versorgungsstrukturen. Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten bei Bach Resistor Ceramics, einem Spezialisten für chemisch-technische Keramik, stehen ebenfalls die Zeichen klar auf Wachstum.
Mecklenburg-Vorpommern: Eppendorf Gruppe baut neues Werk für Hightech-Kunststoffe
Das internationale Unternehmen Eppendorf Gruppe baut in Mecklenburg-Vorpommern ein neues Werk für hochwertige Laborverbrauchsmaterialien aus funktionellen Hightech-Kunststoffen. Dafür erwirbt das Hamburger Life Science Unternehmen ein ehemaliges Produktionsgelände der MV Werften Fertigmodule Property GmbH mit mehr als 20.000 m2 in Wismar. Der Produktionsstart ist für Ende dieses Jahr geplant.
Mecklenburg-Vorpommerns Unternehmen: Laut Kurzumfrage hat sich bei der Hälfte Eigenkapital verringert
Laut einer Online-Umfrage der Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (MBMV) ist die Eigenkapitalquote von Unternehmen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie geschwächt. Die Hälfte der 179 befragten Unternehmen sind hinsichtlich des Eigenkapitals nicht marktgerecht aufgestellt, um bevorstehende Aufgaben in der Transformation erfüllen zu können. Zudem hätte sich das Eigenkapital seit 2019 verringert. Die Finanzierung erforderlicher Investitionen ist für diese Unternehmen daher nur schwer umsetzbar.
Sachsen: Meerane wird Drehkreuz für E-Mobilität
VW, Europas größter Autoherstelller, wird selbst zum Zulieferer - und zwar für Ford. Der US-Autobauer nutzt den Modularen Elektroantriebs-Baukasten (MEB) von VW, um E-Autos für den europäischen Markt zu produzieren. Für den Logistikstandort im Industriepark Meerane wurde nun der Grundstein gelegt und damit 120 Arbeitsplätze neu geschaffen. VW wird die Halle für sein Plattformgeschäft nutzen. Je nach Bedarf wird VW seine Partnerunternehmen sowohl mit einzelnen E-Komponenten als auch mit kompletten Plattformen beliefern.
Sachsen-Anhalt: Avnet investiert in Bernburg
Der US-Unternehmen Avnet investiert über 225 Millionen Euro in Bernburg und will gut 700 neue Arbeitsplätze schaffen. Das Unternehmen baut ein Zentrum, in dem Chips für Endkunden programmiert und verteilt werden. Das Grundstück für das geplante Verteil-Zentrum soll eine Fläche von 50.000 Quadratmetern haben. Die Saale-Stadt sei aufgrund ihrer guten Anbindung an den Flughafen Leipzig/Halle für das Logistik-Geschäft besonders attraktiv.
Arbeitsagentur: Thüringen braucht Arbeitskräfte aus dem Ausland
Thüringen steht vor einem großen Verlust an Arbeitskräften, so der Chef der Bundesagentur für Arbeit in Thüringen, Markus Behrens. Bis 2040 werde sich die Zahl der Erwerbstätigen im Freistaat um 294.000 verringern, was einem Rückgang um knapp 24 Prozent entspreche. Um künftig stabile Beschäftigungsverhältnisse zu gewährleisten, benötige es jedes Jahr 100.000 zusätzliche Arbeitskräfte aus dem Ausland. Wichtig sei eine stärkere Willkommenskultur, um junge Menschen aus anderen Staaten anzuwerben.

Entscheidertermine

11.05.2022
Frankfurt & Online
17. Jahreskonferenz Finanzdienstleister der nächsten Generation 
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16.-18.05.2022
Magdeburg
Magdeburger Developer Days
Mehr
18.05.2022
Leipzig
International Transport Forum
Mehr
24.05.2022
Berlin
Berliner Immobilienkongress 2022
Mehr
24.05.2022
Dresden
Pitch Night 2022 / Digital Hub Initiative
Mehr
31.05.2022
Berlin
 
Preisverleihung Innovationspreis Reallabore 2022 und Fachveranstaltung
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Safe the Date: 14.-15.06.2022
Erfurt
 
Investor Days Thüringen 2022
Mehr
Safe the Date: 05.07.22
Berlin
 
"Ökonomische Zeitenwende – Transformation in Krisenzeiten" Wirtschaftskonferenz des Wirtschaftsforums der SPD e.V.

Das Beste zum Schluss

Weniger Fahrraddiebstähle in Deutschland
Im vergangenen Jahr wurden rund 125.000 versicherte Fahrräder gestohlen. Das sind etwa 10 Prozent weniger als 2020 und laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft ein Rekordtief. Die Schadenssumme sei jedoch trotz weniger Diebstähle insgesamt gleichgeblieben. Grund hierfür: Die Diebe sehen es mehr auf teure und vor allem E-Bikes ab.
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