Guter Vorsatz für 2023: Politik-Spirit und Unternehmer/innen-Spirit müssen Hand in Hand gehen | Online anzeigen

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Januar 2023

FokusOst
Was für den Osten wichtig ist und wird.

Guten Morgen,,
2022: Auf den Krieg in Europa, folgten u.a. Inflation sowie Energiekrise. Aber was in Zeiten solcher Herausforderungen zählt, ist ihr Umgang damit. Und Deutschland hat gezeigt, wie stark es sein kann. Berlin hat in diesem Jahr mehr Geflüchtete aufgenommen als kein anderes Land. Der Bund hat das 9-Euro-Ticket eingeführt und eine Nachfolgelösung erarbeitet; Entlastungspakete wurden geschnürt. Und was ebenfalls zuversichtlich stimmt: Die Corona-Pandemie wird von vielen Seiten als auslaufend eingestuft.
Insofern wünschen wir Ihnen für das neue Jahr: Glück, Erfolg und Zufriedenheit sowie eine interessante Lektüre unserer Neujahrsausgabe des FokusOst.

 TOP-Thema
Guter Vorsatz für 2023: Politik-Spirit und Unternehmer/innen-Spirit müssen Hand in Hand gehen

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2023 ist angebrochen - das Jahr 1 nach der von Bundeskanzler Olaf Scholz postulierten „Zeitenwende“. Dieser Begriff ist nicht nur ein enorm gebrauchtes Wort, sondern erfordert dringend, dass aus den von ihm beschriebenen Tatsachen Konsequenzen folgen. Wo wird Ärmelhochkrempeln und Zur-Tat-Schreiten wirklich gebraucht werden, um die Zeitenwende politisch mit Leben zu füllen? Mehr

Was uns besonders wichtig ist

TrendOst – Umfrageergebnisse: „Wirtschaftsstandort Ost: trotz Risiken die Chancen im Blick behalten“
Pandemie, Lieferkettenprobleme, Angriffskrieg, Inflation und Energiekrise: Wie wirkt dies auf den Wirtschaftsstandort Ostdeutschland? Was braucht es für Transformation und „neue Internationalisierung“ der Unternehmen? Der OstBV hat hierzu erneut eine Umfrage durchgeführt. Die kommentierten Ergebnisse hier.
#Vorgestellt: Drachenwind für die Energiewende
EnerKite aus Brandenburg setzt auf Flugdrachen für eine kostengünstige, flexible und dezentrale Energieversorgung. Schon die kleinste Anlage mit 100 Kilowatt könnte ein ganzes Dorf mit Strom versorgen. Mehr
Bankenverband: Podcast „Bankgeheimnis“ zur Unternehmensfinanzierung
In der neuen Folge geht es u.a. um die Herausforderungen in der Unternehmensfinanzierung auf der „Kurz-“ und der „Langstrecke“, über China und andere Märkte. Gast ist Michael Kotzbauer, Mitglied des Vorstands der Commerzbank AG. 

Politikeinblicke

Wirtschaftsförderung künftig "nachhaltiger"
Bund und Länder haben die „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) neu aufgestellt. Ein Fokus liegt auf der Transformation hin zu Klimaneutralität bis 2045: Es gelten z.B. erleichterte Fördervoraussetzungen für klimafreundliche Investitionen sowie für forschungsintensive Unternehmen. Zudem sollen künftig auch Unternehmen unterstützt werden, die in regionalen Wertschöpfungsketten eingebunden sind.
Fast zeitgleich stellte der Mittelstandsbeauftragte des Bundes, Michael Keller, einen Aktionsplan für mehr Nachhaltigkeit in KMUs vor. Diese sollen u.a. in den Bereichen Dekarbonisierung sowie Fachkräfte gezielt unterstützt und gefördert werden.
Berlin beschließt Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit
Abgeordnetenhaus und Senat haben zum Jahresende nochmal den Fokus auf Nachhaltigkeit gelegt. Unter dem Titel „Wirtschaftsverkehr und Neue Mobilität“ soll die Infrastruktur für Warentransporte auf Schiene bzw. Wasser gesichert und lokale Umschlagplätze eingerichtet sowie Anreize für mehr emissionsarme Nutzfahrzeuge geschaffen werden.
Außerdem wird das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK 2030) als zentrales Instrument zur Erreichung der Klimaneutralität bis spätestens 2045 fortgeschrieben. Zu mehr Klimaschutz soll auch der Stadtentwicklungsplan Klima 2.0 führen. Ebenso wichtig: Die „Gemeinsam Digital: Berlin“-Strategie. Sie soll die Themenfelder Smart City, Digitalstrategie und Verwaltungsdigitalisierung zusammenführen.
Brandenburgs Energietransformation macht Fortschritte
Positive Signale in Richtung Energieunabhängigkeit bedeuten die aktuellen Entwicklungen der PCK-Transformation in Schwedt. Russisches Pipeline-Öl soll durch Zulieferungen aus dem Hafen Rostock sowie aus Polen und künftig ggfs. aus Kasachstan ersetzt werden. Zugleich läuft die Erstellung von Wasserstoffinfrastruktur und das Land treibt Genehmigungsverfahren, Flächenentwicklung sowie Investorenanwerbung voran. Das „Transformation Lab Schwedt/Oder“ und das „Start-up Labor Schwedt“ erhielten zudem Zuwendungen von über 11 Mio. Euro.
In Cottbus wird läuft derweil der Netzausbau. Um künftig die Stromversorgung in den „Hotspots“ der Industriestandorte zu gewährleisten, erhielt das kommunale Unternehmen Elektroenergieversorgung Cottbus GmbH (EVC) 25 Mio. Euro.
Mecklenburg-Vorpommern: Fachkräftestrategie nimmt Form an
Zur Fachkräftesicherung und -gewinnung hat ein rund 40-köpfiger Beirat aus Expert/innen zusammen mit dem Landeswirtschaftsministerium vier Säulen identifiziert: Qualifizierung, Sicherung und Ausschöpfung von Erwerbspotentialen, Gewinnung der Kräfte aus In- und Ausland und Schaffung attraktiver Arbeitsbedingungen. So sollen bspw. die Career Services an Universitäten künftig enger mit den Willkommenszentren des Landes verknüpft und spezifische Weiterbildungsverbünde eingerichtet werden.
Sachsen fördert auch künftig Technologieentwicklung
Aus Mitteln von EU und Freistaat werden bis Ende 2027 insg. 600 Mio. Euro in der Technologieförderung eingesetzt, das hat die sächsische Staatsregierung beschlossen. Bisherige Förderbausteine (etwa zum Technologietransfer oder für InnoPrämien) werden dabei in der Regel leicht abgewandelt fortgeführt.
Sachsen-Anhalt: Ausbau des Wasserstoffnetzes startet
Die Arbeiten am Wasserstoff-Leitungsnetz in Ostdeutschland können starten. In Sachsen-Anhalt sollen dafür ein Wasserstoffspeicher und eine Pipeline zwischen Bad-Lauchstädt und Salzgitter errichtet werden. Die Investition für die zwei Bauvorhaben beläuft sich auf 150 Mio. Euro. Der Ausbau des Pipelinenetzes ist zentraler Bestandteil der grünen Wasserstoffstrategie des Landes.
Thüringen: Wandel in der Energiepolitik
Thüringens Energie- und Umweltministerin Anja Siegesmund wird zum Februar ihr Amt niederlegen. Zu den Ergebnissen ihres Wirkens zählt das erste ostdeutsche Klimagesetz. Im Gespräch mit der Thüringer Allgemeinen kündigte sie zudem an, dass der Freistaat im neuen Jahr einen Fonds auflege, um Bürgerenergieprojekte zu unterstützen. Dafür stünden bis zu 2,5 Mio. Euro zur Verfügung.

Wirtschaftsausblicke

Rückblick: Erfolgreiche Unternehmen und Gründer/innen aus dem Osten
Bemerkenswerte Erfolgsgeschichten gab es 2022 zu berichten: Kurz vor Jahresende hat das Berliner Startup für Solaranlagen Enpal Kapital i.H.v. 855 Mio. Euro eingesammelt. Durch eine Investition des japanischen Milliardenfonds Softbank erreichte das Startup vier Jahre nach der Gründung Unicorn-Status. Das HR-Tech-Unternehmen Staffbase erlangte dank Investitionen von Private-Equity-Geldgebern ebenfalls eine Milliardenbewertung. Auch bemerkenswert: Das Tech-Startup Wandelbots entwickelte ihren Software-Baukasten für Roboter an der TU Dresden. Sie treiben aktuell ihre Expansion in den USA voran.
Ostdeutsche Wirtschaftsaussichten: Ein bisschen Zuversicht
Die jüngsten Wirtschaftsprognosen lassen einen Funken Hoffnung für die ostdeutsche Wirtschaft aufkommen. Das ifo-Institut sieht – trotz Schieflage – insbesondere bei den Dienstleistungsunternehmen hohe Zuwachsraten durch den gestiegenen privaten Konsum. Auch das IWH gibt Entwarnung: Trotz Energiekrise und Zinsanstieg sei keine tiefe Rezession zu befürchten. Das BIP der ersten drei Quartale 2022 habe im Osten aufgrund der Erholung nach der Pandemie um 1,8% zugenommen. In einer aktuellen Verbandsumfrage misst das Institut der deutschen Wirtschaft jedoch eine eher gedrückte Stimmung: Von 49 befragten Verbänden beurteilen 39 die aktuelle Lage ihrer Unternehmen schlechter als noch vor einem Jahr. 30 schauen darüber hinaus auch pessimistisch auf 2023 und gehen davon aus, künftig weniger zu produzieren. Nur 13 Branchen planen mehr zu produzieren.

Miami und Berlin: Führend bei Unternehmen für NFTs und Tokenisierung
Berlin macht Miami in Sachen Blockchain Konkurrenz. In der deutschen FinTech-Hauptstadt findet sich auch über die Hälfte der Blockchain-Startups hierzulande. Die Berlin Finance Initiative nutzt die transatlantischen Gemeinsamkeiten und baut Brücken. Erst jüngst wurden im gemeinsamen Dialog Learnings ausgetauscht – auch hinsichtlich anstehender Regulierungen im Finanzmarkt.

Brandenburg: Mercedes-Benz baut "eSprinter" in Ludwigsfelde
Mercedes-Benz entwickelt seinen Standort im brandenburgischen Ludwigsfelde weiter und produziert ab Frühjahr 2024 den neuen elektrifizierten Kleintransporter „eSprinter“. Zudem soll sich das Werk als Kompetenzcenter für eVan-Individualisierungen etablieren. Alle 2.000 Mitarbeiter/innen werden hierfür bereits weiterqualifiziert. Auch die Umbaumaßnahmen im Werk haben schon begonnen.
Mecklenburg-Vorpommern: Rangliste der 100 größten Unternehmen
Die jährliche Aufzählung der Nord/LB misst die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Unternehmen in ostdeutschen Norden anhand von Beschäftigung und Umsatz. Aktuell (2021) führend sind der Windenergiehersteller NORDEX sowie AIDA Cruises aus Rostock. Umsatz- und beschäftigtenstärkste Branche ist Verarbeitende Gewerbe.
Sachsen: Vogtlandmilch erweitert Standort
Die Vogtlandmilch GmbH baut ihre Betriebsstätte in Plauen aus und investiert dafür insgesamt 40 Mio. Euro. Die Investition soll eine umweltfreundliche Produktion etablieren und zugleich 142 Arbeits- sowie Ausbildungsplätze sichern. Für die Standorterweiterung erhält das Unternehmen 13,8 Mio. Euro vom Freistaat.
Sachsen-Anhalt: Altmärker Industrie bundesweiter Spitzenreiter
Die Industrie im Landkreis Stendal steht deutschlandweit auf Platz 1, was die Nutzung  erneuerbarer Energie angeht. Mit 73% liegt der Landkreis mit vier Prozentpunkten über dem Bundesdurchschnitt. Grund für den Unterschied sei vor allem Deutschlands größtes Biomassekraftwerk in Arneburg bei Stendal. Außerdem gibt es dort weniger große Energieverbraucher als in anderen Regionen.
Thüringen: Mercedes-Benz plant Aufbau einer Batterieproduktion
In Kölleda sollen voraussichtlich bis Ende 2026 Batteriemodule und Komponenten für die Elektromobilität hergestellt werden, das gab der Autohersteller bekannt. Derzeit produzieren 1.300 Stammarbeitskräfte der Mercedes-Benz-Tocher MDC Power GmbH am Standort Diesel- und Verbrennungsmotoren.

Entscheidertermine

09.01.2023
Digital
Gemeinsam die globale Energiewende voranbringen - Deutschlands mögliche Energiepartnerschaften
Mehr
10.01.2023
Digital
Bilanz des Energiejahres 2022 und Ausblick auf 2023 - Agora Energiewende
Mehr
12.01.2023
Berlin
Sustainability Transformation Monitor 23: Bridging the Worlds
Mehr
26.01.2023
Berlin
The Power of Crisis: Energie der Zukunft – Die Energiekonferenz der KAS
Mehr
03.02.2023
Berlin
World Money Fair Berlin
Mehr
07.03.2023
Leipzig
SMWA lädt zur „Industry's Hidden Champions Conference“
Mehr
28.03.2022
Berlin
BMWK: Berlin Energy Transition Dialogue 2023
Mehr

Das Beste zum Schluss

Weihnachtsbraten gestohlen – gefeiert werden konnte dennoch
Diebe haben kurz vor Weihnachten 160 Schlachtenten und 2.000 Liter Diesel vom Hofgut in Thiendorf in Sachsen mitgehen lassen. Den Gesamtschaden gibt die Polizei mit 8.000 Euro an. Die vorbestellten Festbraten konnte der Landwirt für seine Kund/innen jedoch glücklicherweise mit Gänsen von anderen Bauernhöfen ersetzen.

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